Polyurea-Elastomerbeschichtungen als Schutz der Anlagenfundamente im weltweit größten Offshore-Windpark

Das Unternehmen Krebs Korrosionsschutz GmbH war auf der Suche nach einem Lieferanten von Polyurea für ein neues Anwendungsgebiet: die Fundamente von Offshore-Windenergieanlagen. Mit Teknos als Lieferanten von Polyurea kam ein unterstützender Partner in Sachen Beratung und Fortbildung ins Spiel. Beim Start eines Großprojekts – insbesondere beim Einsatz neuer Anwendungstechniken, Geräte, Chemikalien und Lieferanten von Beschichtungen – sind Vertrauen und Engagement von grundlegender Bedeutung.

Krebs ist auf die Oberflächenbehandlung von umfangreichen Stahlkonstruktionen für die Windenergieindustrie spezialisiert.

Krebs ist ein deutsches Unternehmen, das umfassenden Korrosionsschutz aus einer Hand anbietet, ausgehend von der Planung über die Vorbehandlung und Beschichtung bis hin zu Logistikdienstleistungen. Krebs wurde 1949 gegründet, verfügt über 70 Jahre Erfahrung und hat sich zu einem bedeutenden Unternehmen entwickelt, das über mehrere Standorte verfügt. Krebs ist ein bemerkenswerter Partner für die Windenergieindustrie, der sich auf den Korrosionsschutz in Offshore-Umgebungen spezialisiert hat.

Krebs personnel in a boat Krebs hat sich auf Korrosionsschutz in Offshore-Umgebungen spezialisiert.

Für den sich derzeit in Bau befindlichen Offshore-Windpark Hornsea 2 wird Krebs die Oberflächenbehandlung von 165 Monopiles in Rostock sowie die Beschichtung von 30 Übergangsstücken in Großbritannien durchführen. Die Fundamente werden von der EEW-Gruppe gefertigt, die sich auf die Herstellung von Offshore-Windenergieanlagenkomponenten spezialisiert hat. Nach Angaben des Projekteigentümers Ørsted wird Hornsea 2 voraussichtlich im Jahr 2022 fertiggestellt sein. Er soll dann der weltweit größte Offshore-Windpark werden und über 1,3 Millionen Haushalte mit Ökostrom versorgen.

Bootsanleger sind rauen Bedingungen ausgesetzt

Die Wartungs- und Servicebesatzung gelangt über Bootsanleger an die Offshore-Windenergieanlagen. Die Bootsanlegereinheiten befinden sich an den Übergangsstücken, die sich bei Offshore-Windparks über den Monopiles befinden. Damit die Techniker sicher zu den Anlagen gelangen können, stellt man von Serviceschiffen über ein Gangway-System eine Verbindung zu ihnen her. Auch über kleinere Crew-Zubringerschiffe erhält man Zugang zu den Anlagen.

Die Oberfläche der Andockbereiche der Bootsanleger muss extrem harte mechanische Beanspruchung und Stöße aushalten können, da starker Seegang dazu führen kann, dass Verbindungsstrukturen und Schiffe am Fundament der Windenergieanlage aneinanderreiben. Ist die Lackoberfläche beschädigt, erhöht sich die Korrosionsgefahr für den entsprechenden Bereich. Ein passendes Beschichtungssystem schützt den Bereich vor Schäden sowohl durch mechanische Einwirkungen als auch Korrosion. Dies ist entscheidend für eine lange Lebensdauer der Konstruktion in der rauen Offshore-Umgebung, in der Wasserspritzer an der Tagesordnung sind.

 Boats pushes onto the turbinePolyurea schützt die Oberfläche, wenn Boote und Anlagen in Kontakt kommen.

Um das Problem anzugehen, war Krebs auf der Suche nach einem zuverlässigen Partner für die Lieferung von Polyurea. Polyurea ist für seine technische Überlegenheit bekannt und somit eine ideale Beschichtung zum Schutz der Fundamente von Windenergieanlagen. Polyurea kann über 400 % der eigenen Größe gedehnt werden, bevor Risse auftreten. Es handelt sich damit um eine extrem strapazierfähige Beschichtung, welche die darunterliegenden Lackschichten vor dem Brechen schützt. Darüber hinaus hat die Beschichtung eine weitere wichtige Aufgabe, nämlich das Sicherstellen der Sicherheit auf See. Das Polyurea-Produkt musste in RAL 1023 „Verkehrsgelb“ eingefärbt werden, damit den einschlägigen Anforderungen entsprochen und die Sichtbarkeit auch bei trüben und grauen Wetterverhältnissen gewährleistet werden kann.

Da Polyurea zum ersten Mal zum Einsatz kam, brauchte Krebs zudem einen Partner für die Fortbildung der Lackierer des Unternehmens. Das Applizieren von Polyurea ist anders und anspruchsvoller im Vergleich zu anderen Beschichtungen. Polyurea besteht aus zwei Komponenten, die extrem schnell reagieren, um eine schnelle Aushärtung zu gewährleisten. Dies erfordert die richtigen Bedingungen, damit die gewünschten Beschichtungseigenschaften erreicht werden können. Aufgrund der schnellen Aushärtungszeit, die sich im Sekundenbereich bewegt, gibt es keinen Spielraum für Fehler.

Spezielles Technikerteam für das Offshore-Polyurea-Projekt

Teknos wurden als spezialisierter Lieferant und zuverlässiger Partner für die Durchführung des Projekts hinzugezogen, bei dem das Fachwissen über Polyurea ein Schlüsselelement darstellt. Ebenso wie Krebs verfügt auch Teknos dank seiner 70-jährigen Erfahrung über umfassende Kenntnisse im Bereich des Korrosionsschutzes, jedoch aus dem Blickwinkel eines Lackherstellers.

Es war kein Problem, bei Teknos ein erfolgreiches Technikerteam zusammenzustellen, das sich durch Polyurea-Fachwissen und umfangreiche Erfahrung im Bereich der Windenergie auszeichnet. Das Wissen über die Windenergieindustrie bei Teknos geht auf ein umfassendes Angebot an Beschichtungslösungen für alle Teile von Windkraftanlagen zurück. In Bezug auf Polyurea verfügt Teknos nicht nur als Hersteller, sondern auch als Anbieter von Fortbildungen über umfangreiche Erfahrungen.

Zweitägige Polyurea-Fortbildung vor Ort bei Krebs in Rostock

Nach einem erfolgreich durchgeführten Probeanstrich wurde das Projekt mit einer zweitägigen, maßgeschneiderten Polyurea-Fortbildung gestartet. Robert Kerpen, Polyurea-Spezialist von Teknos Deutschland, führte die umfassende Fortbildung gemeinsam mit dem technischen Berater Allan Bonde Jensen durch, der über umfangreiche Erfahrung in der Windenergiebranche verfügt.

Die Fortbildung begann mit einer Theorieeinheit über die besonderen Eigenschaften und das Verhalten von Polyurea und führte in die Spritzgeräte und die Arbeitssicherheit ein. Sicherheit ist ein wichtiges Thema, da die Polyurea-Produkte auf bis zu 80°C erhitzt und mit einem Druck von bis zu 200 bar appliziert werden. Das eigentliche Aufsprühen in der Fortbildungsveranstaltung wurde an einer Testdummy-Version des realen Übergangsstücks durchgeführt, um den Spezialisten eine möglichst realistische Erfahrung zu vermitteln. Der Testdummy wurde wie üblich vorbereitet: Zwei Schichten hochaufbauendes Epoxidharz nach Norsok-Standard und anschließendes Abschleifen für die Aufbringung von Polyurea.

Teknos' polyurea trainingDie Fortbildung von Teknos zur Anwendung von Polyurea wurde mit dem speziell entwickelten gelben Polyurea-Produkt durchgeführt, das für die Beschichtung des Endprodukts verwendet wird.

Am Ende ging die Gruppe mögliche Ursachen von Fehlfunktionen beim Aufsprühen und deren Behebung durch und die Teilnehmer wurden mit der Praxis des Reparatursprühens vertraut gemacht. Zum Abschluss legten die Teilnehmer eine Prüfung ab, in deren Anschluss den Lackierern von Krebs ein Zertifikat als offizieller von Teknos zertifizierter Polyurea-Verarbeiter verliehen wurde. Nach der intensiven zweitägigen Fortbildung zeigten sich die Teilnehmer zufrieden und blickten dem Start des eigentlichen Projekts optimistisch entgegen. Die Projektleiter stimmten mit der Meinung des Teams überein.

Teknos training Krebs for application of polyureaTeknos-Fortbildung bei Krebs für den Auftrag von Polyurea. Die Teilnehmer werden in die Praxis des Reparatursprühens eingeführt.

Es ist sehr bedeutsam, einen zuverlässigen, engagierten Lieferanten von Lacken zu finden.

Beim Start eines Projekts – insbesondere in einem völlig neuen Anwendungsgebiet mit neuen Chemikalien und einem neuen Lieferanten –basiert alles auf Vertrauen. Beide Parteien müssen gegenseitigen Nutzen ziehen können und Enthusiasmus in Sachen Entwicklung an den Tag legen. „Bei der Auswahl eines neuen Lieferanten für ein neues Beschichtungssystem kommt es absolut auf Vertrauen an“, sagt der Geschäftsführer von Krebs, Andreas Biermann.

Nach anfänglicher Beratung, Testlackierung und Fortbildung endet die Zusammenarbeit nicht mit der Lieferung von Polyurea. Als die ersten Chargen der Bestandteile von Bootsanlegern bei Krebs zur Beschichtung bereitstanden, war dasselbe Technikerteam von Teknos vor Ort und unterstützte die erste Anwendung von Polyurea.

weitere Informationen erhalten

Martin Mehler
Business Development Manager Energieindustrie
martin.mehler[@]teknos.com

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Die Einführung von Polyurea erfolgt mithilfe der Fortbildung und Unterstützung des Kunden beim ersten Aufsprühen

Bei Teknos schulen wir all unsere neuen Polyurea-Kunden, damit sie sich in allen Bereichen der Polyurea-Verwendung, einschließlich Ausrüstung, Sicherheit, Sprühtechnik und Fehlerbehebung, Erfolge einstellen können. Neben der Organisation von Polyurea-Fortbildungen nehmen wir zudem normalerweise an den ersten Sprühvorgängen beim Kunden teil, damit ein reibungsloser erster Einsatz der Polyurea-Beschichtung gewährleistet wird.

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Monopile-Lackierung bei Krebs in Rostock

Am Standort Rostock werden auffallend große Objekte wie Kräne und Monopiles für Offshore-Windenergieanlagen lackiert.

Die zylindrischen Teile eines Monopiles können im Durchmesser 7,5 bis 9,5 Meter messen, sie können 55 bis 67 Meter lang und bis zu 1.800 Tonnen schwer sein. Da mit einem Wachstum der Windenergieindustrie gerechnet wird, ist zu erwarten, dass in Zukunft immer größere Anlagen behandelt werden müssen.

Bei Krebs wird ein Monopile von versierten Fachleuten in Teams von 8 Lackierern gereinigt und gestrichen.

www.krebsgruppe.de

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