© Gaulhofer

Mehr als nur ein guter Lack

Der österreichische Fensterhersteller Gaulhofer zählt zu den international erfolgreichsten Unternehmen der österreichischen Baustoffindustrie. Die Fensterexperten stellen hohe Anforderungen an die Beschichtung und setzen bei Holz- und Holz-Alu-Fenstern wasserverdünnbare Systeme von Teknos ein.

“Das Gesamtpaket aus Qualität, Prozess und Dienstleistung muss stimmen,” sagt Christian Kirchmaier, Leiter des Gaulhofer-Produktionsbetriebes im österreichischen Übelbach bei Graz. “Diesen Anspruch stellen wir an uns selbst, aber auch an unsere Lieferanten. Das gilt insbesondere für die Beschichtung unserer Holz- und HolzAlu-Fenster.”

Die Gaulhofer-Gruppe fertigt an zwei Standorten. Am Hauptsitz Übelbach produziert das Unternehmen Holz- und Holz-AluFenster und -Türen, in Mäder (Vorarlberg) Kunststofffenster und -türen. Ein großer Teil geht in den heimischen Markt, mehr als ein Drittel aber auch in den Export, insbesondere nach Deutschland und in die Schweiz. Zu den High-end-Produkten des Unternehmens zählen die Holz-Alu-Fenster der Fusionline-Reihe mit 108 mm Bautiefe und einem Uw-Bestwert von 0,65 W/m2 K.

Für Holz- und Holz-Alu-Fenster verarbeitet Gaulhofer ausschließlich heimische Hölzer, im wesentlichen Fichte, Lärche und seit kurzem auch Eiche. Dabei setzt das Unternehmen auf eine hohe Fertigungstiefe und verleimt die Kanteln im eigenen Werk selbst. Hoch sind auch die Anforderungen an die Beschichtung. “Wir brauchen zum einen eine hohe Oberflächengüte, die optisch überzeugt und mit dem Werkstoff harmoniert,” so Christian Kirchmaier. “Die Beschichtung muss nicht nur sehr beständig sein, sondern auch ökologisch nachhaltig. Und wir brauchen Beschichtungslösungen, die sich gut verarbeiten lassen und einen stabilen Fertigungsprozess ermöglichen.”

Lange Erfahrung mit Beschichtung

Holz- und Holz-Alu-Fenster beschichtet Gaulhofer am Standort Übelbach. Das Werk ist mit Flutanlagen für Imprägnierung und Grundierung sowie mit zwei automatischen Spritzanlagen für deckende bzw. lasierende oder farblose Endbeschichtungen ausgestattet. Bei allen Beschichtungsarten setzt das Unternehmen Lösungen von Teknos ein. Für lasierende Beschichtungen verwendet Gaulhofer ein 3-Schicht-System, deckend je nach Holzart einen Aufbau mit 3 oder 4 Schichten. Zum Einsatz kommen die wasserverdünnbaren Produkte GORI 356 (Imprägnierung), GORI 615, 616 und 650 (Grundierung und Zwischenbeschichtung) sowie GORI 660 (Endbeschichtung) in den jeweiligen Varianten für lasierende oder deckende Aufbauten. Für Holz-Alu-Fenster setzt das Unternehmen unter anderem das wasserverdünnbare Nadelholzöl GORI 475 ein, das anfeuernd wirkt und die Holzmaserung hervorhebt.

“Bei den GORI-Systemen stimmen Oberflächengüte und Prozesseigenschaften,” sagt Christian Kirchmaier. “Außerdem haben wir mittlerweile fast 20 Jahre Erfahrung mit diesen Beschichtungen, das heißt wir wissen, dass wir uns auf die Dauerhaftigkeit verlassen können.”

Neben Qualität und Prozesseigenschaften kommt es aber auch auf den Service an. Ein typisches Thema sind Sonderfarben. “Bei Holzfenstern spielen Design und Individualität eine immer größere Rolle,” so Kirchmaier. “Im Trend liegen größere Fensterflächen und individuelle Farben, die von Bauherren bzw. Architekten vorgegeben werden.” So bezieht Gaulhofer Lacke und Lasuren zunehmend in kundenspezifischen Farbtönen, die mit Unterstützung des Teknos Farblabors in Fulda entwickelt und gemischt werden. Auch wenn es Neuerungen bei Werkstoffen oder Produktionsabläufen gibt, arbeitet Gaulhofer eng mit seinem Beschichtungslieferanten zusammen. Vor der Einführung von Profilen aus Eiche hat man gemeinsam mit den Anwendungstechnikern von Teknos verschiedene Beschichtungsaufbauten getestet und bemustert, bevor die Produktion anlief. “Die richtige Beschichtungslösung ist für uns mehr als nur ein guter Lack,” fasst Christian Kirchmaier zusammen. “Sie ist ein Gesamtpaket, zu dem Oberflächenqualität, reibungslose Prozesse und ein engagierter Service gehören.”

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