Holzart-typische Komplikationen vermeiden

Beschichtung von Lärchenholz im Außenbereich

Dank seiner markanten Maserung ist Lärche eine beliebte Holzart für Fenster, Haustüren und Fassadenverkleidungen. Bei der Beschichtung haben viele Hersteller aber bereits negative Erfahrungen mit Absackern, Rissbildung und Krakelierungen gemacht. Das hat im wesentlichen zwei Gründe. Zum einen ist der abrupte Wechsel zwischen Früh- und Spätholz mit starken Dichteunterschieden verbunden. Diese können zu Haftungsproblemen führen, die Folge ist eine 'gekräuselte' Lackoberfläche mit Luftblasen, Runzeln oder Krakelierungen bis hin zu Rissen im Lack.

Eine weitere Komplikation sind wasserlösliche, phenolische Inhaltsstoffe im Lärchenholz. In Verbindung mit dem niedrigen pH-Wert des Holzes (ca. 4) haben sie einen negativen Effekt auf das Verdickersystem des Lackes und beeinträchtigen dessen Standfestigkeit. So kann bei vertikalen Flächen der Lackfilm reißen, und es entstehen Absacker.

Die einzige Möglichkeit, solche Komplikationen zuverlässig in den Griff zu bekommen, ist der Einsatz einer Spezialgrundierung. Teknos hat dafür die wässrige 2K-Spezialgrundierung ANTI STAIN AQUA 5300 im Programm. Sie sperrt kritische Inhaltsstoffe in Lärchenholz ab und gleicht Strukturunterschiede im Holz aus. Die Grundierung wird vor der Endbeschichtung eingesetzt und stellt auch bei unterschiedlichen Holzqualitäten eine gleichmäßige, glatte Oberfläche sicher.

Für die Zukunft liefern neue Forschungsergebnisse interessante Ansätze. Das Projekt 'LarchCoat' der Holzforschung Austria (bei dem auch Teknos beteiligt war), hat gezeigt, dass die hohe Konzentration des Mehrfachzuckers Arabinogalactan im Lärchenkernholz negative Auswirkung auf die Filmbildung hat. Teknos nutzt diese Erkenntnisse für die Entwicklung einer wässrigen 1K-Spezialgrundierung für Lärche. Zur Zeit ist jedoch die 2K-Grundierung ANTI STAIN AQUA 5300 das Mittel der Wahl, um Lärchenholz in einem wässrigen System zuverlässig zu beschichten.